Bei der Auswahl von Hanfsamen begegnet man häufig Begriffen wie photoperiodisch, autoflowering oder fast-flowering. Diese Bezeichnungen beschreiben die botanischen Entwicklungsmerkmale, insbesondere wie Pflanzen auf unterschiedliche Lichtverhältnisse reagieren und wie sich ihre vegetativen Wachstumsphasen strukturieren.
In diesem Beitrag erklären wir die Unterschiede – sachlich, technisch und rechtlich einwandfrei –, damit du die Eigenschaften verschiedener Genetiktypen besser einordnen kannst.
Photoperiodische Genetiken: Wachstum gesteuert durch Lichtsignale
Photoperiodische Pflanzen orientieren ihr Wachstum am natürlichen Rhythmus von Tag und Nacht.
Vegetative Phase
Unter stabilen Lichtverhältnissen (z. B. 16–20 Stunden Licht und 4–8 Stunden Dunkelheit) entwickeln photoperiodische Pflanzen:
- Blattmasse
- Internodienstrukturen
- Wurzelsysteme
- Stängelstabilität
Diese Phase ist in Österreich rechtlich zulässig, da sie sich auf die vegetative Entwicklung beschränkt.
Botanischer Hintergrund
Photoperiodische Pflanzen besitzen Phytochrome – lichtempfindliche Proteine –, die Signale über Tageslänge und Dunkelphasen verarbeiten. Dadurch gehört diese Gruppe zu den klassischen Modellen der Pflanzenphysiologie und wird in botanischen Lehrwerken oft als Beispiel für rhythmusgesteuerte Wachstumsentwicklung herangezogen.
Freilandkulturen
Unter natürlichem Sonnenlicht orientieren sich photoperiodische Arten an saisonalen Lichtverhältnissen. Je nach Breitenlage variiert die Dauer der Wachstumsperiode.
Autoflowering Genetiken: Entwicklung unabhängig vom Tageslängenreiz
Autoflowering-Linien (auch „Automatik-Genetiken“ genannt) zeichnen sich durch eine zeitabhängige Entwicklungsstruktur aus.
Ihre vegetative Phase basiert nicht primär auf der Länge des Lichtzyklus, sondern auf der genetisch bedingten Entwicklungsdauer.
Botanische Erklärung
Autoflowering-Pflanzen enthalten Genanteile der Cannabis ruderalis, die für:
- hohe Robustheit gegenüber klimatischen Schwankungen
- kompakte Wuchsstrukturen
- zeitgesteuerte Entwicklung
verantwortlich sind.
Vegetative Pflege
Für die Aufzucht vegetativer Autoflowering-Pflanzen kommen häufig stabile Lichtperioden (z. B. 18–20 Stunden Licht) zum Einsatz. Sie eignen sich gut für Einsteiger, da sie in ihrer Struktur recht robust sind.
Fast-Flowering Genetiken: Züchtung für schnellere Entwicklungsrhythmen
Fast-Flowering-Linien entstehen aus Kreuzungen photoperiodischer Pflanzen mit genetischen Anteilen von automatikbasierten Linien.
Sie besitzen dadurch:
- verkürzte Entwicklungszyklen
- stabile Wachstumsstrukturen
- gleichmäßige vegetative Entwicklung
Botanischer Hintergrund
Durch die Hybridisierung wird die Geschwindigkeit bestimmter Entwicklungsprozesse erhöht, ohne die grundlegende photoperiodische Reaktion vollständig zu verändern. Diese Genetiken werden in der Züchtungsforschung häufig genutzt, um robuste und anpassungsfähige Pflanzenlinien zu entwickeln.
Feminisierte Hanfsamen: Genetische Stabilität in der Pflanzenentwicklung
Feminisierte Samen sind so selektiert, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit weibliche Pflanzenmerkmale ausprägen.
Botanisch bedeutet das:
- Weniger Variabilität in der Geschlechtsausprägung
- Homogenere Wachstumsstrukturen in der vegetativen Phase
- Hohe Stabilität in Zuchtprogrammen
Diese Selektionsmethode ist international Standard in der Saatgutentwicklung und dient dazu, gleichmäßige Pflanzenstrukturen zu fördern.
Wichtig: Hinweise auf weiterführende Entwicklungsphasen erfolgen rein botanisch und gelten nicht als Anleitung zur Kultivierung über die in Österreich zulässige vegetative Phase hinaus.
Fazit: Drei Genetiktypen – unterschiedliche botanische Eigenschaften
- Photoperiodisch: lichtsignal-gesteuerte Strukturentwicklung
- Autoflowering: zeitabhängige Entwicklung und robuste vegetative Merkmale
- Fast-Flowering: hybride Rhythmen mit stabiler vegetativer Basis
Darum führen wir bei Schall & Rauch eine vielseitige Auswahl hochwertiger Genetiken führender Samenbanken wie Barney’s Farm, Fast Buds, Paradise Seeds,Dutch Passion und weiteren internationalen Züchtern.