Saisonkalender Grow 2026 – Monatsguide für Indoor & Outdoor

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Saisonkalender Grow 2026 – Monatsguide für Indoor & Outdoor - Saisonkalender Grow 2026 – Monatsguide für Indoor & Outdoor

Dieser Saisonkalender zeigt, wann welche Arbeitsschritte in der Pflanzenkultur sinnvoll sind: von Indoor-Klima und Lichtsteuerung bis Substrate, Nährstoffmanagement und Pflanzenschutz (IPM). Der Guide ist rechtlich neutral, richtet sich an ein erwachsenes Publikum und ist auf Aromapflanzen, Kräuter & Zierpflanzen übertragbar. Bitte immer die lokale Rechtslage beachten. 

Der Indoor-Kalender ist standardmäßig auf eine 12-Monate-Saison ausgelegt und bildet damit einen kontinuierlichen Ganzjahreszyklus ab. Je nach Zielsetzung, Raumklima und verfügbarem Setup lässt sich dieser Zeitraum jedoch flexibel anpassen – etwa auf mehrere, kürzere Saisonen pro Jahr (z. B. quartalsweise oder halbjährlich). Dadurch können Wartungsfenster, Reinigungs-/Hygienephasen und Optimierungszyklen (Licht, Klima, Nährstoffmanagement) planbar gebündelt werden, ohne die Stabilität im Betrieb zu verlieren.

Was meinen wir bei S&R mit „Saisonkalender Grow“?

Ein Saisonkalender ist ein Monatsfahrplan für die Pflanzenpflege. Er hilft, zeitkritische Aufgaben zu planen (z. B. Umtopfen, Beleuchtungswechsel, Klimaanpassungen, Schädlingsmonitoring) – Indoor das ganze Jahr, Outdoor abhängig von Temperatur, Tageslänge und Wetterfenstern.

 

Jahresüberblick (Indoor vs. Outdoor)

  • Indoor: Ganzjahresbetrieb möglich. Fokus auf Stabilität (Temperatur, Luftfeuchte, Luftaustausch), Lichtintensität (PPFD), Photoperiode (Timer), Nährstoffzufuhr, Hygiene und IPM.

  • Outdoor (DACH): Startfenster in der Regel März–Mai (Vorkultur/Anzucht), Juni–August Wachstumsbetonung, September–Oktober Reife/Erntefenster je nach Art, November–Februar Ruhe, Planung und Materialpflege.

 

2026 | Monats-Growguide 

Januar

Indoor: Klima stabilisieren (Tag/Nacht-Differenz 2–4 °C), Luftfeuchte 55–65 % je nach Art, Licht 16–18 h für vegetatives Wachstum. Hygiene-Reset: Zelt, Lüfter, Filter, Trays reinigen; Schädlingsprävention (Gelbtafeln, Klebefallen, Inspektionsroutine).

Outdoor: Planung, Saatgut-/Substrat-/Werkzeug-Check, Standortanalyse (Wind, Sonne).


Februar

Indoor: Lichtcheck (PAR/PPFD-Messung), Timer testen, ggf. Dimmen an kurze Tage anpassen. Substratstrategie festlegen (Erde/Kokos/Hydro) und Nährstoffplan als Wochenroutine definieren.

Outdoor: Vorkultur robust-kühletoleranter Arten unter LED oder am Fensterbrett; Keim-/Anzuchtzubehör vorbereiten.


März

Indoor: Umtopfen in frisches Substrat, Wurzelzone 20–22 °C. IPM-Routine (1× pro Woche Sichtkontrolle).

Outdoor: Abhärtung (Temperatur/UV schrittweise steigern), Kälteschutz (Vlies, Mini-Gewächshaus). Luftzirkulation zur Vorbeugung gegen Pilzbefall.


April

Indoor: Luftführung optimieren (Zulufteinlass unten, Abluft oben), Aktivkohlefilter prüfen. Photoperiode ggf. auf 18/6 für Wachstum.

Outdoor: Aussetzen kälteresistenter Kräuter bei frostfreien Nächten, Schneckenschutz, Mulch gegen Verdunstung.


Mai

Indoor:Nährstoffkurve moderat anheben, Drain/EC/pH-Kontrolle (je nach System). Klimasteuerung auf wärmere Tage trimmen (Ansaugluft kühler, Entfeuchtung beachten).

Outdoor: Nach den Eisheiligen (Mitte Mai) Haupt-Aussetzten. Stützen/Rankhilfen setzen, Bewässerungsrhythmus etablieren.

Juni

Indoor: Lichtintensität (PPFD) an Pflanzenhöhe anpassen; Blatt-/Kronenpflege (altes Material entfernen, Luftkanäle schaffen).

Outdoor: Wachstumsbetonung – ausreichende Nährstoffversorgung, Gießfenster morgens. Hitze-IPM: Schattierung an Hitzetagen, Bodenfeuchte prüfen.


Juli

Indoor: Sommer-Peak: Warmluft abführen, Zuluft ggf. aus kühlen Räumen, CO₂-Management nur gemäß Richtlinie/Herstellerhinweisen.

Outdoor: Trockenstress vermeiden (Tropfer, Mulch), Schädlingskontrolle 2×/Woche, Sturm-/Hagelschutz bereitlegen.


August

Indoor: Tageslänge (Photoperiode) je nach Zielkultur anpassen; Luftfeuchte nachts im Griff behalten (Entfeuchter/Controller). Nährstoffplan auf Art & Phase abstimmen.

Outdoor: 
Pflegemonat – binden, stützen, selektives Auslichten. Pilzprävention durch Luftzirkulation.


September

Indoor: Ernte-/Pflegefenster planen (Trocknung/Zwischenlagerung).

Outdoor: Je nach Art Reifezeitfenster; Witterungs-Monitoring (Feuchte/Temperatur), Regenschutz (Überdachungen) für empfindliche Sorten.


Oktober

Indoor: Turnover-Wartung: Filter/Lüfter prüfen, Saisonwechsel vorbereiten.

Outdoor: Saisonabschluss: Materialpflege, Bodenpflege/Kompost, Winterabdeckung für Beete.


November

Indoor: Bestandsaufnahme: Was lief gut? Sensor-Daten (Temp/RH/CO₂) sichern, Rezepturen dokumentieren. Licht-Wartung (Reinigung, ggf. neue Module).

Outdoor: Planung 2027 (Sorten/Arten, Fruchtfolge, Windschutz, Wasser).


Dezember

Indoor: Hygiene-Reset (tiefenreinigen), Kalibrierung (pH/EC-Meter), Inventur (Substrate, Dünger, Filtermedien).

Outdoor: Werkzeugservice, Frostschutz für Töpfe/Wasserleitungen.

 

Checkliste – Ganzjahres-Basics

  • Klima: Temperatur stabil, Luftfeuchte phasenangepasst, Frischluft & Unterdruck im Zelt.
  • Licht: PPFD dem Entwicklungsstadium anpassen, Timer regelmäßig auf Zuverlässigkeit prüfen, Abstand/Hotspots prüfen.
  • Substrate & Nährstoffe: Medium bewusst wählen (Erde/Kokos/Hydro), pH/EC systemgerecht messen, Bewässerung reproduzierbar gestalten.
  • Hygiene & IPM: Saubere Umgebung, Quarantäne für Neuzugänge, Fallen/Monitoring, vorausschauende Pflege.
  • Recht & Sicherheit: Lokale Gesetze beachten bezüglich Pflanzenpflege & Technik.

 

S&R | Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag stellt keine Aufforderung zu unerlaubten Handlungen dar. Inhalte sind technisch-sachlich gehalten und auf Pflanzenpflege, Indoor-Klima und Gartenbau allgemein bezogen.

 

Glossar | Saisonkalender Grow 2026 

Temperatur — Wärmezustand in Anbauumgebung/Blattzone; stabile Tag-/Nacht-Differenz fördert Vitalität.
Luftfeuchte (rel.) — Wasserdampfanteil der Luft in %; phasenangepasst zur Stress- und Pilzprävention.
Luftaustausch — Zu- und Abluft erneuern O₂/CO₂, führen Wärme/Feuchte ab; Basis für stabiles Klima.
Luftzirkulation — Umluft im Raum/Zelt zur Vermeidung von Hotspots und feuchten Nestern.
Unterdruck — Leichter Vakuum-Effekt im Zelt, damit Abluft gezielt über Filter abgezogen wird.
Aktivkohlefilter — Filtert Gerüche/Partikel aus Abluft; Durchsatz/Wartung regelmäßig prüfen.
Lichtintensität (PPFD) — Photosynthetic Photon Flux Density (µmol/m²/s) am Blätterdach; steuert Photosyntheseleistung.
PAR — Photosynthetisch aktive Strahlung (400–700 nm), spektraler Nutzbereich für Pflanzen.
DLI — Daily Light Integral (mol/m²/Tag); tägliche Lichtmenge = PPFD × Beleuchtungszeit.
Photoperiode — Länge von Licht-/Dunkelphase (z. B. 18/6 h); per Timer gesteuert.
Timer — Schaltet Licht/Lüftung reproduzierbar; Grundlage konsistenter Photoperioden.
Nährstoffzufuhr — Geplante Zufuhr von Makro-/Mikronährstoffen je Medium/Phase.
pH — Säuregrad von Nährlösung/Erde; beeinflusst Nährstoffverfügbarkeit.
EC — Elektrische Leitfähigkeit (mS/cm) als Proxy für Nährstoffkonzentration.
Drain — Abtropfende Lösung nach Bewässerung; EC/pH-Kontrolle zeigt Salzaufbau/Balance.
Substrat — Erde, Kokos, Hydro (inert/wassergestützt); bestimmt Bewässerung sowie pH/EC-Management.
Hydroponik — Kultur in Nährlösung ohne Erde; hohe Steuerbarkeit, Messdisziplin erforderlich.
Kokos (Coco) — Faseriges Medium mit guter Belüftung/Wasserhaltevermögen; pH/EC im Blick behalten.
Erde (Soil) — Gepuffertes organisch-mineralisches Medium mit Mikrobiologie; tolerant für Einsteiger:innen.
IPM (Integrierter Pflanzenschutz) — Vorbeugen, Monitoring (Fallen/Sichtkontrolle), gezielte, schonende Maßnahmen.
Hygiene — Reinigen/Desinfizieren von Zelt, Werkzeug, Trays; Kreuzkontamination vermeiden.
Abhärtung — Langsames Gewöhnen von Jungpflanzen an Außenbedingungen (UV/Temperatur/Wind).
Umtopfen — Wechsel in größere Gefäße/frisches Medium zur Förderung der Wurzelentwicklung.
Rankhilfe — Stützen/Binden zur Stabilisierung und besseren Lichtführung.
Mulch — Bodenabdeckung gegen Verdunstung und Temperaturschwankungen.
VPD — Dampfdruckdefizit; Zusammenhang von Temperatur & RH, steuert Transpiration.
Entfeuchter — Gerät zur Absenkung der Luftfeuchte, v. a. nachts/bei hoher Dichte.
Frischluft — Kühle, sauerstoffreiche Zuluft zur Klimastabilisierung.
CO₂-Management — Umgang mit CO₂-Werten gemäß Richtlinien/Herstellerangaben.
Schädlingsmonitoring — Sichtkontrolle, Gelbtafeln, Protokoll; Grundlage für IPM-Entscheidungen.
Pilzprävention — Luftzirkulation, phasenangepasste RH, Blatt-/Bodenhygiene.
Bewässerungsrhythmus — Reproduzierbarer Turnus je nach Medium, Topfgröße, Klima.
Photonenmessung — PAR/PPFD-Messgeräte (Quantum Sensor) für objektive Lichtbewertung.
Sensor-Kalibrierung — Regelmäßige Kalibrierung von pH/EC-Messgeräten & Loggern.
Saisonfenster — Zeiträume, in denen Outdoor-Maßnahmen klimatisch sinnvoll sind.
Sturm-/Hagelschutz — Netze/Überdachungen zur Schadensminimierung.

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